„Mitbestimmung mit viel Lachen, wir entscheiden tolle Sachen und wir können auch was machen“ (selbst gewähltes Motto unserer Schüler)

Ziel dieser Mitbestimmung an unserer Schule ist es, die Partizipationsmöglichkeiten von Kindern zu stärken und somit die UN Kinderrechtskonvention von 1989 umzusetzen, die von Deutschland 1992 als verbindliche Rechtsgrundlage akzeptiert wurde. Zentrale Bestandteile der UN Kinderrechtkonvention sind Artikel 12 und 13: die Berücksichtigung des Kinderwillens sowie die Meinungs- und Informationsfreiheit von Kindern. Zusammengefasst wird in der UN Konvention den Kindern das Recht zugesprochen, bei Entscheidungen die ihre Lebenswelt betreffen, gehört und beteiligt zu werden.

Die Partizipationsmöglichkeiten unserer Schüler sind seit März 2011 in der Schul- und Geschäftsordnung festgehalten. Die Schulstruktur wurde auf ein Vier-Säulenmodell erweitert. Die Schüler bilden neben Eltern, Vorstand und Pädagogen eine eigenständige und gleichberechtigte vierte Säule.

Aus jeder Klasse werden von den Schülern zwei Schülersprecher/innen gewählt. Die Gruppe der Schülersprecher trifft sich regelmäßig, dabei werden sie von einem Pädagogen moderiert und begleitet. Die Sitzungen werden von ihnen selbst protokolliert, die Ergebnisse im Morgenkreis vorgetragen und an der Pinnwand der Schule veröffentlicht. In den Sitzungen werden unter anderem die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler behandelt, die vorher via Wunschkiste eingereicht wurden.

Gewählte Vertreter der Schülersprecher haben eine stimmberechtigte Teilnahme im Schulbeirat, einem zentralen Entscheidungsgremium der Schule.

Mit allen Kindern finden regelmäßig der Klassenrat (wöchentlich) und Schülerversammlungen (alle sechs Wochen) statt, die von ihnen eigenverantwortlich moderiert und gestaltet werden. Die Pädagogen nehmen in einer stillen Beobachterrolle teil, sie sind nicht stimmberechtigt.

Die Themen für diese Klassenrat- und Schülerversammlungen werden vorab von den Schülern auf einer Wandzeitung gesammelt. Hier kann jeder einzelne Schüler vermerken was er sich wünscht oder was er loben oder kritisieren möchte.

Durch die verschiedenen an unserer Schule etablierten Mitbestimmungsformen werden die Kinder an der Verantwortung für ein gelingendes Schulleben beteiligt. Ihre Meinung wird geachtet und wertgeschätzt. So sammeln sie bereits in jungen Jahren demokratische Erfahrungen. Das übergeordnete Ziel ist die Erziehung zur Demokratiefähigkeit.

„Wenn Kinder sich in der Zukunft bewähren sollen, so müssen wir ihnen Mut machen, ihnen helfen, dass sie Charakterstärke, Verantwortungsbereitschaft und praktische Fähigkeiten erwerben können, je mehr sie dies aus eigener Motivation heraus tun, um so sicherer ist es, dass sie die Schlüsselqualifikationen erwerben, die sie für die Zukunft brauchen.“ Maria Montessori